MEIN BESTES STÜCK

MEIN BESTES STÜCK Theaterdinner , 30./31.01.2026

Was ist das „Mein bestes Stück“? Wirklich ein Stück, ein Theaterstück. Nach der Premiere am 8.11. 2025 wurde es an zwei Tagen wieder erfolgreich aufgeführt, anlässlich des Theaterdinners im Alberttreff.

Zweimal 60 Personen hatten sich wohlgelaunt jeweils am Abend des 30. und 31. Januars 2026 im großen Saal eingefunden. Die Gaststätte Kupferberg sorgte für das kulinarische Wohl in 3 Gängen. Da waren Tische wunderschön vorbereitet, mit Servietten passend zum alles überstrahlenden Mond von Sankt Wendel, der dann auch riesig während des ganzen Abends leuchtete. Er war so magisch und legendär, dass er alles verantworteten sollte, was während dieser ersten Probe des neuen Stückes passierte. Also auf der Bühne natürlich, denn die Gruppe der Erwachsenen der Spielbühne spielte eine Theatergruppe. Herbert, der Spielleiter, hatte den Autor O. Sinkewitz engagiert, ein Stück zu liefern, das diesmal „ganz anders“, ohne den ewig vorhandenen Traditionsschrank und mit einer speziellen Rolle auf Wunsch des betagten Gründungsmitgliedes Sophie ausgestattet sein sollte.

Die amüsierten Zuschauer erlebten den Beginn der Proben, ständig nervig unterbrochen vom Gesang des Männerchores nebenan, den Anrufen von Herberts mondsüchtig- lustvoller Frau, einem arbeits-wütigen (im wahrsten Sinne) Ortsvorsteher und einer gänzlich ungeplanten Verliebtheit der Darstellerin Biggi und dem nicht mehr jungen Autoren O. Sinkewitz. Dieser machte sich nicht gerade beliebt, als er Sophie, die sich als Star verstand, besetzte. Sie erklärte sich zur Darstellung wirklich aller Situationen bereit und demonstrierte das durch eine phantastisch-wilde Tanzszene, fast …. beinahe… auf dem Tisch. Gut, dass nicht.

Als sie erfuhr, dass ihre oft vorgetragenen Wünsche auf „wenig Text“ dahingehend berücksichtigt wurden, dass sie im ersten Akt vom Bus überfahren werden sollte, verstand sie die Welt nicht mehr. Ihre Tragik gipfelte darin, dass der Ortsvorsteher sie versehentlich aus dem Nachbarbüro mit einem Gymnastikball k.o. schoss.

Biggi, die jüngste Darstellerin, hatte ja momentan eh keinen Sinn für das Stück, so dass die verständnisvolle Johanna, die dritte Frau an der „Bushaltestelle“ -so das neue Stück- sich um Sophie kümmerte und immer wieder für den Fortgang des Geschehens sorgte. Sie war der zuverlässige und, gemeinsam mit Sophie, weiblich-lebenskluge Kern des Geschehens. Herbert kam vor lauter Organisation, Regulation und Telefonaten nicht dazu, die Probe kontinuierlich zu leiten. Max zweifelte, unruhig herumgeisternd, an seiner Verbindung mit Biggi. Plötzlich hatte sie Wünsche, die er nicht verstand. Er hatte sie nie richtig (an)gesehen, seine Kindergartenfreundin. Biggi wurde es zu eng in Sankt Wendel, sie wollte weg und Sinkewitz wollte auch weg, wegen eines angeblichen Termins in Berlin, wurde aber durch seine Affäre aufgehalten, zu der er nicht einmal stand. Aber die Frauenkleider, in die er zum großen Vergnügen des Publikums geschlüpft war, verrieten ihn.

Herr Sink…Verzeihung Herr O.(!)Sinkewitz wollte seine kleine Liebschaft mit Biggi genießen und so kam der eigentlich nicht erwünschte Schrank als Liebesnest ins Spiel. Er fand keinen richtigen Platz außerhalb des Probenraumes. Ständig wurde er durch den pfiffigen Hausmeister Leo, der überall helfen sollte, manches verschlimmbesserte und sich mit niemandem anlegen wollte und Biggis Verlobten Max herumgeschoben. So rückte er doch wieder in den Mittelpunkt des Geschehens und erwies sich am Ende als „Unser bestes Stück“, das eine versöhnte Theatergruppe beherbergte und allen zeigte, dass Traditionen in Sankt Wendel dank des Mondes und der Menschen auch etwas Gutes haben.

An der Stelle möchte Maus anmerken, wie gekonnt alle Darsteller mit den Requisiten interagierten. Sowohl Licht und Töne als auch der Vorhang trieben das Geschehen voran und somit gab es viele Helfer, die zum Gelingen des Stückes beitrugen. Sophie und die Gießkanne erinnerte Maus sogar an den Schweizer Komiker Emil.

Das war ein riesiger Erfolg für die Erwachsenengruppe unter Regisseurin Claudia (in dieser Konstellation neu) und natürlich wieder alle fleißigen Helfer. Licht und Ton werden als selbstverständlich und als Bestandteil der Vorstellung wahrgenommen, ebenso die Requisiten. Hier gebührt den Denkern und Ausführenden mal ein extra herzlicher Applaus und Dankeschön!

SINE Theatermaus

 

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